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20. Februar 2020: Thermische Behandlung des „schiefen Turms von Kamen“

An der evangelischen Paulus-Kirche in Kamen wurde Befall des Gescheckten Nagekäfers (Xestobium Rufovillosum) im entgegen die Windrichtung geneigten Turm der denkmalgeschützten Kirche festgestellt. Sowohl die Turmhaube als auch die beiden Geschosse darunter waren betroffen.

Für die thermische Maßnahme wurden Teileinhausungen mit Spezialfolie vorgenommen. Die Schallluken sowie einige andere Öffnungen wurden verschlossen, um die erforderlichen Temperaturen von 55°C im gesamten Turm zu erreichen. Von außen wurden auf der einen Seite zwei Rohre und auf der anderen Seite ein weiteres Rohr von den Heißluftanlagen in verschiedenen Höhen in den Turm verlegt. Hierzu wurde der firmeneigene Hubsteiger verwendet, der auch im Kircheninnenraum für Arbeiten in Höhe konzipiert wurde.

Im Kirchturminneren wurden die eingehenden Rohrsysteme weiter verzweigt, um auch in den schwer zugängigen Winkeln und Ebenen die warme Luft verbreiten zu können.

Ein unabhängiger Sachverständiger hat vorgegeben, an welchen Stellen die Messfühler, die eine extern ablesbare Temperaturkontrolle ermöglichen, eingesetzt werden. Weiterhin wurden Lebendproben des Schädlings an verschiedensten Stellen im Kirchturm angebracht.Nachdem alle Messfühler die erforderlichen Temperaturen erreicht und ein paar Stunden gehalten hatten, wurden die Anlagen langsam wieder heruntergefahren. Eine Überprüfung der eingesetzten Proben ergab, dass alle Schädlinge abgestorben waren.

26. August 2019: Einsatz unseres Steigers in der Kirche

Einige Objekte der Inneneinrichtung wie das Triumphkreuz, verschiedene Bilder und die Epitaphe mussten fachgerecht demontiert und zwischengelagert werden. Die besondere Schwierigkeit liegt hierbei in der Höhe, in der viele dieser Objekte angebracht sind. Eigens für diese Arbeiten wurde von uns ein Hubsteiger konzipiert. Dieser ist aufgrund seines geringen Gewichtes, der kompakten Abmessungen und der bodenschonenden Gummiraupen besonders geeignet, in Kircheninnenräumen eingesetzt zu werden. Außerdem verfügt er über eine spezielle Sensortechnik am Arbeitskorb, die Beschädigungen durch Anfahren der Objekte wirksam verhindert. Eine nachgerüstete Hebetechnik ermöglicht das Abnehmen und Transportieren von Skulpturen, Bildern und anderen Gegenständen. Diese Arbeiten werden von unserem Fachpersonal mit langjähriger Erfahrung oder auch in Zusammenarbeit mit Restauratoren durchgeführt.

29. Oktober 2018: Ostmühle Gildehausen Bad Bentheim

Bei dem Gebäude handelt es sich um eine mehrgeschossige Windmühle. Während der Sichtung wurde ein akuter Schadinsektenbefall von Xestobium rufovillosum de Geer (gescheckter Nagekäfer) und Anobium punctatum (Gemeiner Holzwurm) festgestellt. Bei dem Xestobium gibt es Erkenntnisse, dass außen oftmals nur wenige Ausfluglöcher auftreten, da dieser Schädling bei ausreichendem Platz in der Lage ist, sich auch im Holz zu paaren, sodass das Holz bereits stark zerfressen ist, außen aber wenige Spuren zu sehen sind.

25. Juli 2018: Bekämpfung des Echten Hausschwamm im Schloß Erxleben

Forschungsprojekt mit dem Deutschen Fachwerkzentrum in Quedlinburg

Das Schloss Erxleben ist eine mittelalterliche Burganlage zwischen Braunschweig und Magdeburg. Das Deutsche Fachwerkzentrum in Quedlinburg hat sich die Renovierung des dringend sanierungsbedürftigen Teils Schloss II zur Aufgabe gemacht. Bei einer Tagung der WTA (Wissenschaftlich Technische Arbeitsgemeinschaft) vor Ort wurde über Vorgehensweisen zur Schwammbekämpfung in dem Gebäude diskutiert.

Die Bekämpfung wurde mit einem grob thermisch geregelten Warmluftverfahren durchgeführt. Zur Schonung des Materials verwenden wir Anlagen, die schonend für Objekt und Umwelt die Maßnahme erfolgreich durchführen. Installierte elektrische Anlagen werden bei der Behandlung nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Dieses Verfahren ist laut DIN 68 800 Teil IV als Sonderverfahren zur Bekämpfung des Echten Hausschwamm zugelassen und hundertprozentig erfolgreich. Der Vorteil dieser Behandlung liegt in der zeitgleichen Trocknung der geschädigten Bereiche sowie der hundertprozentigen Abtötung aller Holzschadinsekten in jedem Entwicklungsstadium. Da die Temperaturen langsam heraufgefahren werden, wird es bei den bereits neu verlegten Installationen keine Beeinträchtigungen geben.

In den ersten Tagen der Aufheizphase wurde eine zusätzliche Befeuchtung eingesetzt, um eine Austrocknen der Gipsstrukturen im Mauerwerk zu verhindern. Ein unabhängiges Institut hat Messungen durchgeführt und zusätzliche Fühler sowohl in den Holzdecken als auch im Mauerwerk gesetzt.

01. März 2018: Thermische Behandlung eines reetgedeckten Fachwerkhauses im Freilichtmuseum Kommern

Im Freilichtmuseum Kommern wurde die Hofanlage aus Binzenbach thermisch gegen Holzschädlinge behandelt. Hierzu wurde das reetgedeckte Fachwerkhaus, das aus einem Winkelgebäude aus Wohnhaus und Scheune besteht, mit einer Spezialfolie eingehaust. Das Dach wurde in diesem Fall nicht eingepackt. An den thermisch ungünstigsten Stellen wurden Fühler gesetzt, deren Messwerte während der Maßnahme extern abgelesen werden konnten. Das Rohrverteilungssystem, das im Inneren der Gebäude verlegt wurde, um mit der warmen Luft in alle Bereiche zu gelangen, wurde während der Maßnahme umgelegt. Erst nach Erreichen von 55 Grad Celsius an allen Fühlern wurden die Temperaturen langsam und kontrolliert wieder zurückgefahren.

10. Juni 2016: Geregeltes Warmluftverfahren gegen Holzschädlinge an der Moorseer Mühle

Die Moorseer Mühle in Nordenham ist ein historisches Gebäude, eine Windmühle vom Typ Galerieholländer, die im Jahr 1903/1904 errichtet wurde. Sie hat einen Gesamthöhe von ca. 20 m und ist noch vollkommen intakt. Die doppelte Windrose stellt eine Seltenheit in der norddeutschen Mühlenlandschaft dar. Das Nebengebäude wurde um 1910 mit einer Gesamthöhe von ca. 8 m errichtet. In den Gebäuden befindet sich heute eine Dauerausstellung und ein Museum.

Zur thermischen Behandlung gegen Holzwurm (anobium punctatum) und Hausbock (Hylotrupes bajulus) wurde das Mühleninnere mit drei Anlagen und einer Luftverteilung derart erwärmt, dass auch an den thermisch ungünstigsten Stellen Temperaturen von 55°C erreicht wurden, um die Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium (Ei, Larve, Käfer) abzutöten.

Im gesamten Gebäude wurden Stabfühler verteilt, die eine extern ablesbare Temperaturkontrolle ermöglichen. Um Schäden vorzubeugen kam eine zusätzliche Befeuchtung zum Einsatz. Von einem unabhängigen Holzsachverständigen wurden Lebendproben eingesetzt, die nach erfolgter Maßnahme entsprechend auf Letalität kontrolliert wurden.
Die angrenzende Remise wurde ebenfalls behandelt und zu diesem Zweck mit einer Spezialfolie eingehaust, um auch in den Außenbereichen die erforderlichen Temperaturen zu erreichen.

08. April 2016: Maßnahme an einem Fachwerkhaus gegen Hausbock

Befall durch den Hausbock (hylotrupes bajulus) an einem privaten Fachwerkhaus in Hünstetten machten eine thermische Maßnahme an dem Gebäude unumgänglich.

Da die erforderlichen Temperaturen, die notwendig sind zur Abtötung aller Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium, auch im Ständerwerk und in den Außenbereichen erreicht werden mussten, wurde das gesamte Gebäude mittels Spezialfolien eingehaust. Empfindliche Einbauten wie z.B. die Einbauküche wurde gegen die Wärme mit Folien abgehängt und somit geschützt.

Anschließend wurde ein Rohrverteilung in das Haus gelegt und im Haus verteilt. Die Messfühler wurden ebenfalls an unterschiedlichen Stellen im Inneren gesetzt um die Maßnahme mit ihrem Temperaturverlauf außerhalb des Hauses anhand einer modernen Loggermesstechnik kontrollieren zu können.

Die Maßnahme wurde mit zwei Warmluftanlagen durchgeführt.

16. Januar 2016: Mobile Thermokammer mit großem Behandlungsvolumen

Basierend auf den Erfahrungen der letzten 18 Jahre haben wir eine neue Technik entwickelt, die uns eine weitere Alternative zur Bearbeitung von Exponaten vor Ort ermöglicht. Eine Thermokammer mit den Maßen 7,00m X 2,80m X 2,40m wird mit einem Zugfahrzeug direkt zum Behandlungsort gefahren.

MOBILE THERMOKAMMER MIT GROSSEM BEHANDLUNGSVOLUMEN

Basierend auf den Erfahrungen der letzten 19 haben wir eine neue Technik entwickelt, die uns eine weitere
Alternative zur Bearbeitung von Exponaten vor Ort ermöglicht. Eine Thermokammer mit den Maßen 7,00m X 2,80m X 2,40m wird mit einem Zugfahrzeug direkt zum Behandlungsort gefahren. Die Regelung des Prozessablaufs findet über das Keylwert’sche Diagramm statt und ist querschnittsabhängig. Das hohe Behandlungsvolumen schafft Kapazitäten für umfangreiche Möbelbestände oder
Kircheneinrichtungen
, aber auch große Einzelstücke wie Kutschen etc, ohne dass diese zum Behandlungsort transportiert werden müssen.

01. September 2015: Sanierung der historischen Jesuitenbibliothek Maria Laach

In der Benediktinerabtei Maria Laach befindet sich eine über 150 Jahre alte Jesuitenbibliothek. Die historischen Holzregale sind in mehreren Stockwerken angeordnet und über hölzerne Wendeltreppen und gewundene Holzbalkone miteinander verbunden.

Durch einen Sachverständigen wurde ein starker Befall von Holzwurm in der äußerst aufwändigen Regalkonstruktion festgestellt. 60.000 Bücher wurden daher ausgelagert, sodass die Konstruktion komplett offen liegt und von uns thermisch behandelt werden kann.

Damit der Betrieb der Abtei nicht übernäßig gestört wird, erfolgt der Zugang mit unseren Rohrverteilungen von außen über ein Seitenfenster im 2. Obergeschoss.

07. August 2015: Kombinierte Maßnahme im Freilichtmuseum Hessenpark

Ca. 5000 Objekte aus dem Freilichtmuseum Hessenpark werden derzeit in der IRT Klimakammer in Lippstadt gegen Holzwurm und Hausbock thermisch behandelt.

KOMBINIERTE MASSNAHME IM FREILICHTMUSEUM HESSENPARK

Bei den beweglichen Gütern handelt es sich um bäuerliches Gut, Mobiliar, historische Handwerkzeuge und Schuleinrichtungen. Diese werden in Lippstadt einzeln gereinigt, thermisch gegen tierische Schadinsekten wie Holzwurm und Hausbock behandelt, katalogisiert und zwischengelagert, bis entsprechende Depots im Freilichtmuseum fertiggestellt sind.

Sperrige Güter wie Dreschkästen und Wäschemangeln werden flexibel vor Ort im mobilen Auflieger oder in einer speziell aufgebauten Thermokammer mit dem gleichen schonenden Verfahren thermisch gegen Schadinsekten behandelt.

Ganze Gebäude werden mit unserer Spezialfolie komplett eingehaust und ebenso thermisch behandelt.

Bei diesem Projekt zeigt sich die einzigartige Vielfältigkeit der technischen Möglichkeiten unserer Firma im Kampf gegen Holzwurm und Hausbock. Ob bewegliches Mobiliar, sperrige Güter, Festeinbauten oder ganze Gebäude, mit unseren schonenden und ökologischen Verfahren gegen Holzwurm, Hausbock und andere tierische Schadinsekten decken wir die gesamte Bandbreite zur Erhaltung historischen Kulturguts ab.

15. Februar 2015: Holzschädlinge im Dachstuhl des Schlossturms Derneburg

Im Schloss Derneburg behandeln wir den Dachstuhl im Turm gegen Holzschädlinge. Das Dach wird an mehreren Stellen geöffnet, um den Eingang der Rohre und der Verteilungen zu ermöglichen. Zum Einsatz gegen Holzwurm und Hausbock kommen hier drei Warmluftanlagen, die insgesamt bis zu 45.000m² Luftleistung pro Dach erbringen. Eine wichtige Komponente ist auch hier die ökologische Verfahrenstechnik, damit für Bewohner und Besucher des Schlosses keinerlei Gefahr bestand.

26. Oktober 2014: Behandlung einer Orgelempore in Dortmund Mengede

In der Kirche St. Remigius in Dortmund Mengede wurde ein Befall mit Annobium Punctatum (gemeiner Holzwurm) festgestellt. Zur Bekämpfung dieses Befalls wird die Orgelempore von uns eingehaust und thermisch mit unserem sehr schonenden Verfahren gegen Holzschädlinge behandelt. Der rechte Seitenflügel des Altars wurde aufgrund seiner empfindlichen Farben und Fassungen demontiert und in einer Stickstoffkammer behandelt. Einige vom Holzwurm befallene Skulpturen wurden aus der Kirche entnommen und für eine thermische Behandlung nach Lippstadt transportiert.

26. September 2014: Historische Windmühlen im Freilichtmuseum Kommern

Die rund 300 Jahre alte Bockwindmühle aus Spiel (Landkreis Düren), die seit 50 Jahren im Freilichtmuseum Kommern in Mechernich steht, wird thermisch gegen Holzwurm und Hausbock behandelt. Die komplexe Konstruktion der Mühle macht eine aufwändige Einhausung zur Vorbereitung der thermischen Behandlung notwendig. Um die Funktionsfähigkeit der Mühle zu erhalten, ist es erforderlich, eine möglichst schonende thermische Behandlung durchzuführen. Diese gewährleistet, dass keinerlei Materialveränderungen auftreten, die die aufwändige Mechanik der Mühle beeinträchtigen. Die Flügel wurden in den letzen Jahren bereits erneuert und weisen daher keinen Befall auf.

Im Anschluss an die thermische Behandlung der Bockwindmühle wird die ebenfalls von Holzwurm und Hausbock befallene Kappenwindmühle des Freilichtmuseums behandelt. Diese wird daher derzeit ebenfalls eingehaust. Im Unterschied zur Bockwindmühle sind die Flügel bei dieser Windmühle ebenfalls befallen. Daher müssen diese zur Behandlung abgebaut werden.

15. September 2013: Burg Bischofstein

Zum Schädlingsbefall der Burg Bischofstein wurde ein Gutachten erstellt, aus dem hervorging, dass die Behandlung aller Holzstrukturen gegen Hausbock und Holzwurm unumgänglich ist. Hierzu behört der gesamte Dachstuhlbereich oberhalb der Kapelle, einige Geschosse der Burg, die Verbindung zu befallenen Strukturen haben und vor allem die Fachwerkwände. Letztere mussten mit einem Abstand zum Gebäude mit Spezialfolie eingehaust werden, damit die Temperaturen auch von außen in das Fachwerk dringen können.

Durch die besondere Höhenlage der Burg auf einem Felsen über der Mosel und die baulichen Gegebenheiten der Gebäude, war ein sehr komplexer Aufbau erforderlich. Ein frei tragendes Gerüst, das im Inneren des Gebäudes verankert ist, wurde speziell von uns angefertigt und installiert, sodass das Gebäude 100m über der Mosel sicher eingehaust werden konnte.
Die Burg Bischofstein kann nur über eine steile und enge Zufahrt und einen engen Torbogen erreicht werden. Unsere thermischen Anlagen sind so konstruiert, dass sie für die Zufahrt zur Burg zerlegt werden können.

Die thermische Behandlung erfolgte in mehreren Abschnitten. So konnte ein Teilbereich der Burg bereits thermisch behandelt werden, während der nächste Abschnitt parallel dazu eingehaust wurde. Während der gesamten Behandlungszeit von ca. 8 Wochen war ständig ein Team von Technikern zur Überwachung vor Ort.

Die Maßnahme wurde von den Medien mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. So hat der TV-Sender Pro7 in seiner täglichen Sendung Galileo einen 10-minütigen Beitrag über unsere Maßnahme gebracht:
http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/5282-bildgeschichte-die-verpackte-burg-clip

Blog über die Behandlung der Burg: http://bockbischofstein.wordpress.com/

18. Juli 2013: Behandlung gegen Holzwurm im Freilichtmuseum Moorseer Mühle

Bei dem Müllerhaus im Freilichtmuseum Moorseer Mühle handelt es sich um ein historisches Gebäude in Form eines Niedersachsenhauses. Von einem unabhängigen Gutachter wurde ein akuter Befall des gesamten Gebäudes durch den gewöhnlichen Nagekäfer, auch Holzwurm genannt, und den Hausbock festgestellt. Die Dachkonstruktion ist Reet-gedeckt und wurde für die thermische Maßnahme mit Spezialfolie eingehaust. Die Türen und Fenster wurden ebenfalls mit Folie gegen die Temperaturen geschützt. Anschließend wurde das gesamte Gebäude auf 55°C Kerntemperatur erhitzt und, wie vom Auftraggeber gefordert, über eine Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Um sicherzustellen, dass in allen Bereichen die Temperaturen erreicht wurden, die erforderlich sind um Holzwurm und Hausbock in allen Entwicklungsstadien abzutöten, wurde eine moderene Loggermesstechnik eingesetzt, die eine extern ablesbare Temperaturkontrolle ermöglicht.

05. Juni 2013: Nagekäferbefall im Glockenturm einer Kapelle

Im Inneren der Kapelle St. Ägidius in Lüssem wird der Glockenturm von uns thermisch gegen den bunten oder gescheckten Nagekäfer behandelt. Zusätzlich zum Turmaufgang wird der Zuganker, der sich im Altarraum befindet, mit einer Spezialfolie eingehaust und thermisch behandelt.

15. August 2012: Thermische Behandlung eines Kirchendachstuhls

In der Abteikirche Bendorf-Sayn wurden die Dachkonstruktionen von Langhaus, Chor, Chorhaus, Vierung und Querhaus thermisch gegen tierische Schadinsekten behandelt. Als Vorgabe waren thermische Anlagen mit einer Mehrstufenbrennertechnik und getrennter Rauchgasführung zu verwenden. Weiterhin durfte die Einblastemperatur zu Beginn der Maßnahme 60 °C nicht überschreiten. Ein unabhängiger Sachverständiger hatte jederzeit Zugang zum Objekt und konnte die Temperaturverläufe kontrollieren. Die Behandlung erfolgte in zwei Abschnitte mit je drei Anlagen.

Ein Rohrsystem sorgte für die Luftverteilung, sodass an allen, auch thermisch ungünstigen Stellen die erforderlichen Temperaturen erreicht wurden, um dem fortschreitenden Holzwurmbefall Einhalt zu gebieten.

22. Juni 2012: Gegen Hausbock und Holzwurm an zwei Fachwerkhäusern

In Halberstadt wurden für das Fachwerkzentrum Quedlinburg zwei Fachwerkhäuser thermisch gegen annobium punctatum und xestobium rufovillosum, aber auch gegen echten Hausschwamm behandelt. Ein Vorteil bei einer thermischen Behandlung besteht hier in der gleichzeitigen Trocknung der Gebäude. Weiterhin ist es nach erfolgter Behandlung nicht mehr nötig befallene Strukturen abzutragen, sodass Originalsubstanz an den denkmalgeschützten Häusern erhalten bleibt. Die Gebäude wurden mit einem Abstand zu den Aussenwänden mit Spezialfolien eingehaust. Zur zusätzlichen Erfolgskontrolle wurden Lebendproben durch einen unabhängigen Sachverständigen eingesetzt, die nach erfolgter Maßnahme kontrolliert und für abgestorben erklärt wurden.

08. Juni 2012: Kombinierte Maßnahme in Schloss Holte-Stukenbrock

In der Gemeindekirche in Schloss Holte-Stukenbrock wurde akuter Holzwurmbefall an Kirchenbänken und Skulpturen festgestellt. Ein Aufliegersystem wurde vor Ort installiert. Voraussetzung hierfür sind lediglich ein Hauswasser- und ein Kraftstromanschluss. In der mobilen Thermokammer wurden die Kirchenbänke direkt vor der Kirche thermisch gegen Holzwurm behandelt.

Parallel dazu wurden die Skulpturen nach Lippstadt transportiert und zeitgleich dort nach dem gleichen Verfahren in einem Kammerlauf für große Querschnitte behandelt. Dieser Lauf dauert etwas länger, da das Verfahren nicht zeitgesteuert ist, sondern sich an den Querschnitten der zu behandelnden Objekte orientiert. Erst wenn auch dort die notwendigen Temperaturen erreicht wurden, um alle Schadinsekten in jedem Entwicklungsstatium abzutöten, wird die Anlage schonend zurückgefahren.

09. Mai 2012: Thermische Maßnahme gegen tierische Schadinsekten

In Voerde-Spellen an der Gemeindekirche St. Peter wurde von einem Sachverständigen Befall durch den Gescheckten Nagekäfer (Xestobium rufovillosum De Geer) festgestellt. Desweiteren wurden Schäden durch den „Echten Haussschwamm“ gesichtet.
Die Dachkonstruktion über den Seitenschiffen des denkmalgeschützten Kirchengebäudes wurden mit unserem bewährten Verfahren thermisch sowohl gegen tierische Schadinsekten als auch gegen den Hausschwamm behandelt. Der Vorteil bei dieser kombinierten Maßnahme liegt in der Bekämpfung beider holzzerstörenden Faktoren und gleichzeitigen Trocknung der befallenen Stellen.

Bei der Behandlung wird eine Eiweißdenaturierung der Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium vorgenommen. Hierzu wird das zu behandelnde organische Material derart erwärmt, dass eine Temperatur im Kern der zu behandelnden Stücke von 55°C erreicht wird. Dies ist ausreichend, um die Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium abzutöten, also als Ei, Larve und Käfer. Desweiteren werden das Myzel und die Fruchtkörper des Echten Hausschwamm bei einer laufzeitabhängigen Einwirkung der Temperatur irreparabel geschädigt und abgetötet.

Eine sehr wichtige Komponente dieser thermischen Behandlung ist eine kontrollierte langsame Erhöhung der Temperatur, um Schäden an dem zu behandelnden Objekt zu vermeiden.

In Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Sachverständigen wurden die Messfühler für die extern ablesbare Temperaturkontrolle an den thermisch ungünstigsten Stellen angebracht. Weiterhin wurden von dem Sachverständigen Lebendproben in der Kirche an verdeckten Stellen gesetzt. Nach der thermischen Maßnahme konnten alle Proben als erfolgreich abgetötet untersucht werden.

25. April 2012: Dachstuhl der St.-Sixtus-Kirche in Werlte thermisch behandelt

Im Dachstuhl der St.-Sixtus-Gemeindekirche in Werlte wurden vom Sachverständigenbüro Wießner aus Lastrup akuter Befall durch den Gescheckten Nagekäfer festgestellt. Zur thermischen Behandlung des Dachstuhls wurde im 52 Meter langen Gebäude eine Rohrverteilung derart installiert, dass auch an den thermisch ungünstigsten Stellen die Temperaturen erreicht werden konnten, die zur Abtötung aller Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium notwendig sind. Der begleitende Sachverständige hat Lebendproben eingesetzt, um eine 100-prozentige Erfolgskontrolle zu ermöglichen. Die Maßnahme erfolgte in drei Abschnitten mit drei Aggregaten über einen Zeitraum von 14 Tagen.

14. Dezember 2011: Thermische Maßnahme an Kircheneinrichtungen vor Ort

In der Gemeindekirche St. Amandus in Straelen-Herongen wurde akuter Holzwurmbefall an den beiden Seitenaltären sowie einigen Kirchenbänken festgestellt. Unsere mobile Thermokammer wurde vor Ort unmittelbar vor der Kirche installiert. Hierzu ist lediglich ein Kraftstromanschluss sowie ein normaler Hauswasseranschluss erforderlich.

Die Seitenaltäre wurden von unseren Fachkräften demontiert und zusammen mit den befallenen Kirchenbänken in die Kammer eingeräumt. Hier fand dann die thermische Behandlung mit einer exakten Regelung der relativen Feuchte statt. Die Kontrolle der Messdaten kann jederzeit am Auflieger aber auch von jedem PC mit Internetanschluss, also auch vom Auftraggeber, erfolgen.

Nach erfolgter Behandlung wurden die Seitenaltäre wieder angebracht sowie die Kirchenbänke zurück in die Kirche gebracht. Die gesamte Maßnahme zur Holzwurmbekämpfung war in 4 Tagen erledigt.

09. Dezember 2011: Thermische Maßnahme an einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus in Wolfenbüttel

Auf dem Schlossplatz in Wolfenbüttel befindet sich das Anna-Vorwerk-Haus, ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert. Im Gutachten eines Sachverständigen wurde akuter Schädlingsbefall festgestellt.

Das gesamte Haus sollte einer thermischen Behandlung unterzogen werden. Hierzu wurde sowohl die Fassade als auch die Rückfront des Gebäudes mit
Folie eingehaust
. Mit Abstand zum Gebäude wurde aus Holz ein Gerüst konstruiert, ohne dass Befestigungen direkt an der historischen Fassade montiert werden mussten. Hierauf wurde die schweißbare Spezialfolie installiert.

Mit drei thermischen Anlagen, die nach Vorgabe des Sachverständigen über eine getrennte Rauchgasführung verfügen mussten, konnte nun nach den aufwendigen Vorarbeiten die eigentliche thermische Behandlung gegen tierische Schadinsekten wie Holzwurm und Hausbock stattfinden.

Es wurden Lebendproben eingesetzt, die von unabhängiger Seite nach Ablauf der Maßnahme kontrolliert wurden. Temperatur und Feuchte konnte jederzeit außerhalb des Gebäudes vom Auftraggeber eingesehen werden.

22. September 2011: Thermische Behandlung eines Doppelheuerhauses

Im Freilichtmuseums um Detmold wurde ein Fachwerkhaus gegen Holzwurm- und Hausbockbefall behandelt. Mit einem Abstand zum Haus wurde ein Gerüst zur Einhausung erstellt, um Befestigungen am denkmalgeschützten Objekt zu vermeiden. Mithilfe eines Hubsteigers wurde die Folie auf dem Gerüst angebracht. Die thermische Behandlung erfolgte mit drei modernen Warmluftanlagen, die alle über eine Mehrstufenbrennertechnik und getrennte Rauchgasführung verfügen. Eine zusätzliche Befeuchtung wurde eingesetzt, um Schäden am Objekt zu vermeiden. Der Verlauf der Temperaturen wird während der Maßnahme kontrolliert und kann nach Ablauf zur Dokumentation ausgedruckt werden.

31. August 2011: Thermische Behandlung eines Hauses in Italien

In Ritten bei Bozen wurde an einem Haus aus dem 16. Jahrhundert Befall von Hausbock (hylotrupes bajulus) im oberen Bereich und Holzwurm (anobium punctatum) im unteren Bereich festgestellt. Da die Renovierungsarbeiten ohne eine thermische Behandlung nicht fortgesetzt werden konnten, war ein schneller kurzfristiger Einsatz notwendig.

Die Giebel sowie die Seitenüberstände wurden mit Spezialfolien eingehaust und dann das gesamte Gebäude mit zwei Warmluftanlagen thermisch gegen die tierischen Schadinsekten behandelt. Die weiteren Renovierungsarbeiten konnten unmittelbar fortgesetzt werden.

Die einzigartige Lage ließ die Überwachung der Anlagen und Temperaturverläufe zu einem Kurzurlaub werden.

19. Juli 2011: Thermische Behandlung eines Dachstuhls in Luxemburg

In Mittelbouch in Luxemburg war bei einem Dachstuhl eines Einfamilienhauses Befall durch den Hausbock (hylotrupes bajulus) festgestellt worden. Durch zwei Gaubenfenster wurden flexible Rohre in den Dachstuhl verlegt und dort weiter verteilt. Mit einer Einblastemperatur von max. 75°C wurde eine schonende Maßnahme durchgeführt, um elektrische Installationen und Einbauten nicht zu gefährden. Eine entsprechend längere Laufzeit war einzuplanen.

Die Anlagen verfügen über eine getrennte Rauchgasführung, sodass keine Russpartikel eingeblasen werden, die zu Verunreinigungen oder Brandgefahr führen.

Im Dachstuhl waren an den thermisch ungünstigsten Stellen Temperaturfühler eingesetzt, die eine extern ablesbare Verlaufskontrolle ermöglichen. Die Daten konnten nach erfolgter Maßnahme ausgedruckt werden.

09. Juni 2011: Thermische Maßnahme am St. Antoniusheim in Vreden

Bei der Sanierung des St. Antoniusheim in Vreden wurde in der Kapelle eine thermische Maßnahme zur Bekämpfung der tierischen Schadinsekten durchgeführt.

Die Dachkonstruktionen über dem Kirchenschiff und dem Glockenturm sowie einige Räume im Erdgeschoss wiesen akuten Befall von Holzwurm (anobium punctatum), Hausbock (hylotrupes bajulus) und auch Schäden durch den Echten Hausschwamm auf.

Im ersten Abschnitt wurden im Erdgeschoss der Kapelle drei Räume mit Holzplatten verschlossen und ein flexibles Rohrsystem eingeführt. Das Erreichen der notwendigen Temperaturen wurde mithilfe von Temperaturfühlern, die an den thermisch ungünstigsten Stellen eingebracht waren, und einem modernen Logger-Messsystem extern kontrolliert. Die maximale Einblastemperatur bei dieser Maßnahme betrug 75°C um nachteilige Veränderungen an den Einbauten und Elektroanschlüssen zu vermeiden.

Im zweiten Abschnitt wurden im Dachgeschoss die Schallluken mit Spezialfolie verkleidet und der gesamte Dachstuhl ebenfalls thermisch behandelt.

15. Mai 2011: St. Rochus Kapelle in Olpe

In der St. Rochus Kapelle in Olpe wurde akuter Holzwurmbefall am Hochaltar, einigen Skulpturen und Kirchenbänken festgestellt. Unter restauratorischer Aufsicht wurde der Altar abgebaut und in der Thermokammer in Lippstadt gegen tierische Schadinsekten behandelt. Die stark befallenen Objekte wurden direkt zum Restaurator transportiert und dort gefestigt und gesichert.

Für die Kirchenbänke wurde ein Klimakammerdurchlauf mit niedrigem Querschnitt durchgeführt. Nach erfolgter Behandlung wurden alle Exponate zur Kapelle zurücktransportiert und der Altar gemeinsam mit dem Restaurator wieder aufgebaut.

02.März 2011: Holzwurmbekämpfung in St. Sebastian, Würselen

Drei verschiedene Verfahrenstechniken zur Bekämpfung des Holzwurms.

In der Pfarrkirche St. Sebastian in Würselen bei Aachen wurde eine thermische Behandlung verschiedenster Einrichtungsgegenstände gegen Holzwurm (Annobium Punctatum) vorgenommen. Einige Skulpturen wurden vor der Maßnahme bereits abgeholt und in Lippstadt in der stationären Kammer in einem speziellen Durchlauf für große Querschnitte thermisch behandelt. Die Seitenaltäre wurden in Zusammenarbeit mit Restauratoren demontiert und in der mobilen Thermokammer, die vor der Kirche aufgestellt wurde, thermisch behandelt. Zeitgleich wurde der Hochaltar eingehaust und in der Kirche ebenfalls einer schonenden thermischen Behandlung unterzogen. Weitere Einrichtungsgegenstände wie Stühle, Bänke und Beichtstuhl wurden in einem weiteren Durchlauf vor Ort behandelt.

12. Oktober 2010: Thermische Maßnahme gegen Bunten Nagekäfer

Im Kirchengebäude St. Vitus in Sünninghausen wurde eine thermische Maßnahme zur Bekämpfung des Bunten Nagekäfers vorgenommen. Nach Isolierung einiger Stellen mit Spezialfolien wurden die Rohre durch das Hauptdach in den Turm verlegt und mit zwei thermischen Anlagen verbunden. Zur extern ablesbaren Temperaturkontrolle wurden Stabfühler an den thermisch ungünstigsten Stellen eingesetzt.

26 .August 2010: Thermische Behandlung im Schloß Horst Gelsenkirchen

THERMISCHE BEHANDLUNG IM SCHLOSS HORST GELSENKIRCHEN

Im Rahmen der Gesamtsanierung der 160 Jahre alten Vorburg im Schloß Horst in Gelsenkirchen wurde eine thermische Behandlung gegen Holzschädlinge vorgenommen.

Um zu gewährleisten, dass im gesamten oberen Ständerwerk und Dachstuhl des Objektes die gewünschten Temperaturen erreicht werden, wurde das Gebäude unterhalb des Daches (Fußpfette) komplett eingehaust mittels Spezialfolien bestehend aus Polyamiden, Polyethylen und Aluminium. Diese Folien sind schweißbar und haben einen hohen Isolationswert. Nach erfolgter Maßnahme konnte die Folie zum Schutz des Objektes am Objekt verbleiben und erst beim nächsten Arbeitsschritt entnommen werden. Die gesamten Öffnungen am Gebäude wurden verschlossen und eine Gesamttrennung am Ende des Dachstuhls zum Bodenbereich vorgenommen. In den Innenbereich konnten noch Balken und andere Originalsubstanz zur Behandlung mit eingebracht werden.

Weitere historische, noch verwertbare Teile wurden in einem Stapel von 11 x 25 m gesondert eingehaust und konnten dort thermisch behandelt werden.

Das Projekt wurde von einem unabhängigen Sachverständigen begleitet, der Lebendproben in das Projekt eingebracht und die Temperaturen kontrolliert hat.

Der WDR berichtete in der Sendung Lokalzeit über die Maßnahme.

12.August 2010: Kombinierte Maßnahme in St. Barbara, Andreasberg

In der Gemeindekirche St. Barbara, Andreasberg, wurde der Kircheninnenraum thermisch gegen tierische Schadinsekten behandelt.

KOMBINIERTE MASSNAHME IN ST. BARBARA, ANDREASBERG

In der Gemeindekirche St. Barbara, Andreasberg, wurde der Kircheninnenraum thermisch gegen Holzwurm behandelt. Die Orgel wurde mit Spezialfolien abgetrennt und so gegen die Wärme geschützt. Die Kirchenbänke und weitere Einrichtungsgegenstände wurden nach Lippstadt transportiert und dort in der stationären Thermokammer thermisch behandelt. Vorgesehen war eine Behandlung im mobilen Auflieger vor Ort, diese Technik war jedoch bei anderen Projekten gebunden.

06.Juni 2010: Thermische Maßnahme im Zeitungsmuseum

THERMISCHE MASSNAHME IM ZEITUNGSMUSEUM

Im Gebäude des Internationalen Zeitungsmuseums in der Pontstraße 13 in Aachen wurde der Dachstuhl thermisch gegen Hausbock behandelt. Auf begrenzter Fläche mitten in der Stadt wurden die thermischen Anlagen unmittelbar vor dem Gebäude installiert. Die Rohrverteilung erfolgte durch die Hauptöffnung im Dachstuhl. Nach Erreichen der erforderlichen Kerntemperaturen von 55°C ist sichergestellt, dass alle Holzschädlinge in jedem Entwicklungsstadium abgetötet sind.

16.Juli 2009: Barockkanzel von St. Marien in Lemgo behandelt

Die Barockkanzel der Kirche St. Marien in Lemgo war akut vom Holzwurm befallen. Um den weiteren Verfall zu stoppen, wurde uns eine komplette Behandlung in Auftrag gegeben. Mit unserem speziellen Zellensystem wurde die Barockkanzel ohne Demontage an Ort und Stelle eingehaust und thermisch gegen tierische Schadinsekten behandelt.

Die Barockkanzel der Kirche St. Marien in Lemgo war akut vom Holzwurm befallen. Um den weiteren Verfall zu stoppen, wurde uns eine komplette Behandlung in Auftrag gegeben. Mit unserem speziellen Zellensystem wurde die Barockkanzel ohne Demontage an Ort und Stelle eingehaust und thermisch gegen tierische Schadinsekten behandelt.Die thermische Behandlung nach dem Keylwert´schen Diagramm, bei dem Temperatur und Feuchtigkeit exakt geregelt werden, gewährleistet durch Eiweißdenaturierung eine hundertprozentige Abtötung aller Schadinsekten in jedem Entwicklungsstadium. Unmittelbar nach der Behandlung konnte die Kirche wieder für Gottesdienste freigegeben werden.

25.Dezember 2008: Schädlingsbekämpfung im Freilichtmuseum Detmold

Drei Gebäude des Meierhofes im Freilichtmuseum Detmold sind stark vom Bunten Nagekäfer (Xestobium rufovillosum) befallen. Die Objekte wurden ausschließlich thermisch behandelt. Eine kontrollierte Maßnahme betraf zunächst das Haupthaus, nachfolgend wurden ein Speicherhaus und eine Scheune bearbeitet. Zur Behandlung wurden die drei Gebäude mit Folie eingehaust.

Drei Gebäude des Meierhofes im Freilichtmuseum Detmold sind stark vom Bunten Nagekäfer (Xestobium rufovillosum) befallen. Die Objekte wurden ausschließlich thermisch behandelt. Eine kontrollierte Maßnahme betraf zunächst das Haupthaus, nachfolgend wurden ein Speicherhaus und eine Scheune bearbeitet. Zur Behandlung wurden die drei Gebäude mit Folie eingehaust. Zur besseren Umlüftung der Außenwände wurde ein großzügiger Abstand zum Fachwerk eingehalten. Das Haupthaus, 31,50x16x13,50 m (LxBxH), beinhaltet ca. 4.700 m³ Volumen. Während der sehr langsamen Aufwärmzeit, beginnend bei ca. 50°C Einblastemperatur und zusätzlicher Befeuchtung, wurde die Temperatur auf maximal 90°C erhöht. Damit warsichergestellt, dass mindestens 55°C im Kern der zu behandelnden Holzquerschnitte erreicht, und alle Holzschädlinge abgetötet wurden. Die Luftverteilung über zwölf Kanäle garantierten gleichmäßige Temperaturanstiege in allen Gebäudebereichen. Moderne Loggertechnik überwachten während der gesamten Behandlungsdauer den Anstieg der Kerntemperaturen. Das eingesetzte Verfahren arbeitet mit einer Mehrstufenbrennertechnik mit getrennter Rauchgasführung. Damit ist sichergestellt, dass keine Rußpartikel oder Kohlenmonoxyd in die Gebäude eingetragen werden und zu Schäden führen. Der gesamte Zeitaufwand von cirka 3 Wochen Behandlungsdauer garantierte die schonende Behandlung aller Objekte und die Abtötung aller Schädlinge in jedem Entwicklungsstadium. Mit den gleichen erprobten Methoden wurden später weitere Gebäude im Freilichtmuseum behandelt.